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Schloss

Sommerpalais Greiz

Schloss · Vogtland
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  • Sommerpalais Greiz
    / Sommerpalais Greiz
    Foto: CC BY-ND, Tourist-Information Greiz
  • Sommerpalais Greiz
    / Sommerpalais Greiz
    Foto: CC BY-ND, Archiv TVV / Marcus Dassler
Karte / Sommerpalais Greiz

Der einstige Sommersitz der Fürsten Reuß älterer Linie dient heute als Museum und beherbergt die fürstliche Bücher- und Kupferstichsammlung und das Satiricum.

Aus der Entstehungszeit des Sommerpalais sind nur wenige Quellen erhalten. Sicher ist, dass die noch erhaltene bauplastische Ausstattung aus den späten siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts stammt. In einer Gedenktafel zur Greizer Geschichte heißt es nämlich am 1.6.1779: „Der regierende Fürst Heinrich XI. läßt das Sommerpalais ausbauen und mit Stuckarbeiten, Tapeten etc. schmücken.“

Heinrich XI. Reuss Aelterer Linie (1722-1800) nahm vermutlich seinen gesellschaftlichen Aufstieg – er wurde 1778 von Kaiser Joseph II. in den Reichsfürstenstand erhoben – zum Anlass, den Innenausbau des bereits existierenden Schlosses zu verändern und so den angemessenen äußeren Rahmen zu schaffen, der der neuen Würde des Landesherren entsprach.   Die Gewölbeformen und Blendbögen im Erdgeschoss bestätigen, dass das Gebäude kein Neubau der achtziger Jahre des 18. Jahrhunderts ist. Der Bau geht auf die Jahre 1768/69 zurück. 1768 beerbte Heinrich XI. Reuss die Ältere Linie Untergreiz und ließ in diesem Zuge eine neue Sommerresidenz errichten. Pläne und Radierungen zeigen, dass es im Greizer Park an der Stelle des heutigen Sommerpalais bereits zuvor ein dreiflügeliges Gebäude gab.   Der für Wissenschaft und Kunst aufgeschlossene, weitgereiste Fürst hatte für den Neubau zunächst einen eher konservativen Entwurf bevorzugt, für den Umbau jedoch entschied er sich für französische Vorbilder und spiegelte damit seine persönliche Vorliebe für die damals international moderne Architektur wider. Damit ist das Sommerpalais ein ungewöhnlich frühes Beispiel für die Rezeption des Louis XVI. und für den Frühklassizismus im mitteldeutschen Raum.

Drei Stufen führen durch das Hauptportal in den Gartensaal. Diese ehemalige Orangerie wurde im 18. und 19. Jahrhundert für Feste, Theateraufführungen und Konzerte genutzt. Heute dient der Saal der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung als Raum für Ausstellungen und Konzerte. Der Gartensaal ist 36 Meter lang und sieben Meter breit. Seine Decke wird durch zwei Säulen gestützt. Die Stuckierung – zarte Reliefs in geteilten Wandfeldern, in denen abwechselnd Gartengeräte sowie Theaterrequisiten und Musikinstrumente dargestellt sind – stammt aus den Jahren 1782/83. Dem Portal gegenüber befindet sich ein Kamin, in dessen Feuerstelle eine gusseiserne Platte mit dem reußischen Wappen mit geschlossener Krone und der Jahreszahl 1783 angebracht ist.

Links und rechts des Kamins führen zwei Türen zum eigentlichen Eingangstrakt des Museums und durch das Treppenhaus, einem Einbau aus dem frühen 20. Jahrhundert, in die Beletage.  Die fürstlichen Repräsentationsräume auf der Südseite bestehen aus dem Festsaal und den durch eine Enfilade verbundenen Kabinetten und Antichambres. Der Festsaal ist um das Mezzaningeschoss erhöht und reich stuckiert. Die daneben liegenden Kabinette sind ebenfalls stuckiert; als Supraporten dienen Girlandenmotive und Puttendarstellungen; (Allegorien der Malerei und der Bildhauerei im westlichen Kabinett; Allegorien von Ackerbau und Viehzucht im östlichen Kabinett). Die gusseisernen Platten in den Feuerstellen der offenen Kamine dieser Räume tragen die Initialen Heinrichs XI., darunter das reußische Wappen und die Jahreszahl 1769.   Auf der Nordseite befinden sich kleinere Räume, darunter das Chinesische Zimmer, das fürstliche Schlafzimmer und der Speisesaal, der heute als Schaubibliothek genutzt wird. Im Mezzaningeschoss, den früheren Wohnräumen der Fürstenfamilie, sind heute die Bibliothek, der Lesesaal und die Restaurierungswerkstatt untergebracht.

Die fürstliche Familie ließ bei ihrem Auszug aus dem Sommerpalais keine Möbel oder anderen Ausstattungsstücke zurück. Die heutige Möblierung der Beletage besteht zum großen Teil aus der ersten Museumsausstattung der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Einige Teile wurden in den frühen neunziger Jahren nachgefertigt.

Das Sommerpalais liegt inmitten des denkmalgeschützten Greizer Parks. Seit 1994 gehört dieses national bedeutsame Denkmalensemble zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die das Gebäude von 2005 bis 2011 grundhaft sanierte.

Öffnungszeiten

April–September: 10.00–17.00 Uhr

Oktober–März: Di–So 10.00–16.00 Uhr 

Montags geschlossen, Oster- und Pfingstmontag geöffnet 

24./25./31.12. und 1.1. geschlossen

Preise:

Erwachsene: 4,00 €

ermäßigt: 2,00 €

Familienkarte(2 Erwachsene + Kinder): 9,00 €

Gruppen pro Person (ab 10 Personen): 2,00 €

Schulklassen (inkl. Führung) :  1,00 €

Grundschulklassen frei

Führungen: 25,00 € pro Gruppe

Jahreskarte: 30,00 €

Museumscard: 11,00 €, ermäßigt: 5,00 €, Kinder bis 6 jahre frei

Bei Sonderveranstaltungen (Triennale, Sonderausstellungen, kulturelle Veranstaltungen u.ä.) werden gesonderte Eintrittspreise unter wirtschaftlichen Erwägungen erhoben.

*) Ermäßigung für Schüler, Studenten, Rentner, Bundesfreiwilligendienstleistende, Inhaber eines Sozialpasses, Inhaber der Thüringer Ehrenamtscard

 

 

 

 

 

 

 

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Bahnhof ist ca. 800m von Sommerpalais Greiz entfernt. Die zentrale Bushaltestelle (Puschkinplatz) ist ca. 5 Minuten Fußweg entfernt.

Anfahrt

Das Sommerpalais erreichen Sie ganz bequem über die B94 oder L1081.

Parken

Ausreichend Parkplätze finden Sie am Elsterufer in der Bruno-Bergner-Straße. 

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Greizer Park 
07973 Greiz
Telefon 03661 - 70580 Fax 03661 - 705825

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